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< Digitales Lerncamp in den Osterferien an der Otto-Hahn-Schule
06.05.2021 14:40 Alter: 47 days
Kategorie: Politik und Wirtschaft

Online-Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Sven Simon


Prof. Dr. Sven Simon (unten rechts) mit den sechs Schüler-Moderator*innen Chiara Jung, Lion Biehler, Jessica Pilz, Lena Stark, Tom Henninger und Malte Haas

Otto-Hahn-Schüler*innen diskutieren mit dem EU-Politiker über brisante europäische Themen

 

Wie jedes Jahr in der Europawoche hat die Otto-Hahn-Schule auch 2021 einen Europa-Politiker eingeladen. Wie jedes Jahr? Nicht ganz, denn Prof. Dr. Sven Simon, Mitglied des Europäischen Parlaments, sitzt in seinem Büro, und auch die Schüler*innen des Jahrgangs 12 sind zu Hause vor ihren Bildschirmen. Das Gespräch mit ihm findet online statt, so wie vieles in Zeiten der Pandemie.

Drei Themen haben die Schüler*innen für das Gespräch vorbereitet. Es geht um die Verteilung der Corona-Impfstoffe, um Geflüchtete in griechischen Lagern und den Klimaschutz. Sechs Moderator*innen stellen dem CDU-Abgeordneten Simon kritische Fragen und lenken den Blick auf Europas Verantwortung. Und sie aktivieren nebenbei die übrigen Schüler*innen mit kleinen Umfragen, an denen alle teilnehmen können.

Der Rechtswissenschaftler gibt sich redegewandt, beantwortet auch komplizierte Fragen und verteidigt routiniert seine Position. So wendet er sich gegen eine Aufnahme der Geflüchteten von allen EU-Staaten, für die die Mehrheit der Schüler*innen in einer Umfrage votiert. Nicht überall gebe es hinreichende Sozialstandards. Überdies seien die kulturellen und rechtlichen Gegebenheiten in der EU höchst unterschiedlich; dies gerate in Deutschland häufig aus dem Blick. Auch in anderen Fragen wünsche er sich, dass man sich in die Lage anderer Staaten hineinversetze und differenziert debattiere. Verantwortung – in allen angesprochenen Bereichen – werde in Europa unterschiedlich diskutiert. Nach seinen Vorstellungen zur europäischen Klimapolitik gefragt, erklärt er, dass er auf Innovation und Energie setze. Damit könne es gelingen, auch anspruchsvolle Klimaziele zu erreichen und gleichzeitig den Wohlstand für Europas Bürger zu erhalten. Von Verboten halte er nichts, auch weil Europa im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig bleiben müsse. Europas Aufgabe sehe er vielmehr darin, seine Werte in der Welt geschlossen zu verteidigen.

Auch wenn Simon sich nicht die Meinungen der Schüler*innen zu eigen macht – oder gerade deswegen -, wirkt er sympathisch und aufrichtig. Er zeigt sich an ihren Meinungen und Haltungen interessiert und kommt deshalb gut an. Und auch die Zuhörer*innen sind zufrieden: Themen und Diskussion sind spannend und überdies eine gelungene Abwechslung zum Politik-Unterricht. „Ich finde es schön, dass Schüler*innen die Gelegenheit erhalten, einen Einblick in solche Angelegenheiten zu bekommen.“, schreibt eine Schülerin anschließend im Chat.