Kunst, Kultur und Großstadtflair – Orientierungskurs Kunst auf Entdeckungsreise in Düsseldorf

Zehn Schülerinnen und Schüler des Kunst-Orientierungskurses der Jahrgangsstufe 11 begaben sich am 15. Januar 2026 gemeinsam mit Elke Conert und Juliane Carriero auf eine dreitägige Exkursion nach Düsseldorf. Die Fahrt fand im Rahmen eines Europa-Projekts statt und bot den Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit, Kunst, Architektur und Kultur im Original zu erleben, sondern auch Impulse für den geplanten Einstieg in den Leistungskurs Kunst im kommenden Schuljahr zu sammeln.

Der Auftakt der Exkursion führte die Gruppe zum EKO-Haus der Japanischen Kultur e.V. Bei einer 90-minütigen Führung erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in ein originalgetreu errichtetes japanisches Holzhaus im Stil der 1930er Jahre, den einzigen shin-buddhistischen Tempel Europas sowie den kunstvoll gestalteten Garten. Dabei wurden zentrale Aspekte der japanischen Lebensweise, Ästhetik und Religiosität anschaulich vermittelt. Abgerundet wurde der erste Tag durch Erkundungen in Kleingruppen im japanisch-koreanischen Viertel Düsseldorfs, das nicht zufällig auch „Little Tokyo“ genannt wird. Düsseldorf beherbergt die drittgrößte japanische Community Europas – ein lebendiges Stück Stadtkultur, das sich kulinarisch bei Sushi, Bubble Tea und kleinen Cafés entdecken ließ.        Am zweiten Tag stand mit den Kunstsammlungen Nordrhein-Westfalen (K20) ein weiterer kultureller Höhepunkt auf dem Programm. In einer Führung mit anschließendem Workshop unter dem Leitthema „Wege in die Abstraktion“ setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit Werken der Moderne auseinander. Anschaulich wurde nachvollzogen, wie sich die Kunst im 20. Jahrhundert zunehmend von der naturgetreuen Darstellung löste und zu einer reduzierten, zeichenhaften Bildsprache fand. Eigene praktische Übungen vertieften das Verständnis für formale Entscheidungen, Komposition und Ausdruck – zentrale Inhalte für die Arbeit im Leistungskurs.

Der Nachmittag bot Raum für individuelle Interessen: Während ein Teil der Gruppe die Supermärkte von „Little Tokyo“ erkundete, nutzten andere die Zeit in der Jugendherberge zum Ausruhen und für gemeinsames Beisammensein – ein wichtiger Aspekt, um als Kurs weiter zusammenzuwachsen.

Am Samstagmorgen führte die Exkursion in den Düsseldorfer MedienHafen, eines der bekanntesten Beispiele für den Strukturwandel einer ehemaligen Hafenanlage zu einem modernen Stadtquartier. Auf einem Rundgang erlebte die Gruppe die spannenden Kontraste zwischen denkmalgeschützten Speichergebäuden und international gefeierter zeitgenössischer Architektur. Allein vier Gebäude stammen aus der Feder von Pritzker-Preisträgern, die sich quasi mit dem Nobelpreis der Architektur schmücken können. Besonders beeindruckend war der Neue Zollhof mit den drei ikonischen, scheinbar „tanzenden“ Türmen des kürzlich verstorbenen US-amerikanischen Stararchitekten Frank O. Gehry.

Die Exkursion nach Düsseldorf erwies sich insgesamt als intensive und inspirierende Erfahrung. Sie verband kulturelle Bildung mit europäischer Perspektive und gemeinschaftlichem Erleben. Für die Schülerinnen und Schüler des Orientierungskurses war sie nicht nur ein lebendiger Zugang zu Kunst und Architektur, sondern auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg in den zukünftigen Leistungskurs Kunst.


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