Den Auftakt bildete ein Einführungsvortrag des Schülers Levin Stiller, der als Listenkandidat für die Hanauer Stadtverordnetenversammlung anschaulich die Bedeutung der Kommunalwahl und der kommunalen Entscheidungsprozesse erläuterte. Dabei berichtete er aus erster Hand von seinen eigenen Erfahrungen mit Kommunalpolitik und machte deutlich, wie sehr politische Entscheidungen auf kommunaler Ebene den Alltag der Bürgerinnen und Bürger beeinflussen: „Wenn ihr den Notruf wählt, kommt zum Beispiel die Feuerwehr in einem Fahrzeug, dass von eurer Kommune bezahlt wurde“, führte der Schüler aus.
Im Anschluss erklärte Oberstudienrätin Karina Reul das hessische Kommunalwahlrecht. Besonders das für viele Erstwählerinnen und Erstwähler komplexe Prinzip des „Kumulierens und Panaschierens“ wurde verständlich und praxisnah dargestellt.
Höhepunkt des Projekttages war eine Podiumsdiskussion mit sechs Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Parteien. Auf dem Podium diskutierten Landrat Thorsten Stolz (SPD), Kreisbeigeordneter Jannik Marquart (CDU), Katja Lauterbach (FDP), Anja Zeller (Bündnis 90/Die Grünen), Cat* Patino-Lang (Die Linke) sowie Peter Schmidt (AfD) in sachlicher und zugleich engagierter Atmosphäre über zentrale Themen wie Mobilität und den öffentlichen Personennahverkehr sowie über Beteiligungsmöglichkeiten und Angebote für Jugendliche in den Städten und Gemeinden. Deutlich wurde, dass Kommunalpolitik an vielen Stellen nicht ideologisch-kontrovers ist, sondern vom Dialog und der Kompromissgestaltung der politisch Verantwortlichen lebt.
Vorbereitet und moderiert wurde die Diskussion von Schülerinnen und Schülern der Politik- und Wirtschaft-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 13 der Studienräte Marc Fischer und Matthias Zaper.
Fachbereichsleiterin Eva Förster-Geiß betonte in ihrem Grußwort, der Projekttag zeige eindrucksvoll, wie politische Bildung gelingen könne: durch Information, direkten Austausch und aktive Beteiligung.
Viele Schülerinnen und Schüler nutzten in intensiven Gesprächen mit den politischen Vertreterinnen und Vertretern sogar nach der Veranstaltung noch die Gelegenheit, kritische Fragen zu stellen und unterschiedliche politische Positionen kennenzulernen.
In individuellen Feedback-Runden machten die Schülerinnen und Schüler deutlich, dass sie dieses Konzept der direkten Begegnung und des Austauschs sehr gewinnbringend finden, da „es schon einen Unterschied macht, ob mich eine Person von einem Wahlplakat anlächelt oder ob ich mich mit ihr unterhalten kann.“








