Die Projektwoche ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil unseres Schullebens und spiegelt zugleich zentrale Ziele unseres Schulprofils als Europaschule wider: Verantwortung übernehmen, Zukunft gestalten und Lernen durch eigenes Erleben ermöglichen.
Gemeinsam Klasse sein – Zusammenhalt stärken
Für die Schülerinnen und Schüler der fünften Klassen stand das Motto „Gemeinsam Klasse sein“ im Mittelpunkt. Durch Kooperations- und Vertrauensspiele, gemeinsame Herausforderungen und vielfältige Teamaufgaben lernten die Kinder, sich noch besser kennenzulernen und als Gemeinschaft zusammenzuwachsen.
Dabei wurde schnell deutlich, wie wichtig Kommunikation, gegenseitige Unterstützung und Rücksichtnahme für ein gelingendes Miteinander sind. Viele Aufgaben konnten nur dann erfolgreich bewältigt werden, wenn alle zusammenarbeiteten und ihre unterschiedlichen Stärken einbrachten. So wurde die Projektwoche für die jüngsten Schülerinnen und Schüler zu einer wertvollen Erfahrung für den Aufbau einer starken Klassengemeinschaft.
Natur erleben, Umwelt schützen und Verantwortung übernehmen
Die sechsten Klassen widmeten sich den Themen Natur, Umwelt und Bewegung. Bei Exkursionen zur LBV-Umweltstation Kleinostheim und zum Umweltzentrum Hanau erkundeten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Lebensräume, untersuchten Gewässer, gingen auf die Suche nach Wasserlebewesen und erfuhren, wie eng Tiere, Pflanzen und Menschen miteinander verbunden sind.
Besonders spannend waren die Angebote rund um den Wasserkreislauf, die Erkundung der „vernetzten Natur“ sowie die Begegnung mit den seltenen Przewalski-Pferden am Campo Pond. Viele Kinder konnten dabei Natur unmittelbar erleben und Zusammenhänge entdecken, die sich im Klassenzimmer nur schwer vermitteln lassen.
Ein weiterer Projekttag stand ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit. Beim gemeinsamen „Unverpackt-Frühstück“ überlegten die Klassen, wie Verpackungsmüll vermieden werden kann und welchen Einfluss unser Konsumverhalten auf Umwelt und Tiere hat. Anschließend berichtete eine Fachtierärztin in einer Videokonferenz eindrucksvoll über die Folgen von Müll für Wildtiere. Beim anschließenden „Sauberhaften Schulweg“ wurden die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv und sammelten Abfälle rund um die Schule und in ihrem Umfeld. Die Aktion machte deutlich, wie viel Müll tatsächlich in der Natur landet und wie wichtig verantwortungsbewusstes Handeln ist.
Für viel Bewegung sorgte außerdem die große Sommerolympiade. An zahlreichen Stationen waren Geschicklichkeit, Ausdauer und vor allem Teamgeist gefragt. Ob Wikinger-Schach, Balltransport, Kooperationsspiele oder sportliche Wettkämpfe – überall wurde gemeinsam gelacht, angefeuert und um Punkte gekämpft.
Prävention, Gesundheit und Medienkompetenz
Die siebten Klassen setzten sich intensiv mit den Themen Gesundheit, Resilienz und Prävention auseinander. Im Mittelpunkt standen Fragen, die Jugendliche unmittelbar betreffen: Wie gehe ich mit Stress um? Was tut mir gut? Wie finde ich einen gesunden Ausgleich im Alltag?
In Workshops entstanden Antistressbälle, Mandalas wurden gestaltet und Entspannungsübungen ausprobiert. Die Schülerinnen und Schüler reflektierten ihre persönlichen Stressfaktoren und entwickelten Strategien, um Herausforderungen im Alltag besser begegnen zu können.
Auch gesunde Ernährung spielte eine wichtige Rolle. Die Klassen untersuchten den Zuckergehalt verschiedener Lebensmittel und Getränke, lernten Verpackungen kritisch zu hinterfragen und planten gemeinsam gesunde Frühstücksangebote.
Ein weiterer Schwerpunkt war der bewusste Umgang mit digitalen Medien. Die Jugendlichen analysierten ihre eigene Mediennutzung, diskutierten Chancen und Risiken sozialer Netzwerke und entwickelten persönliche Strategien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone, Gaming und Social Media.
Demokratie, Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung
Die achten Klassen beschäftigten sich mit den Themen Demokratie, Toleranz und Vielfalt. Dabei setzten sie sich mit Fragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens, des respektvollen Umgangs miteinander und der Bedeutung demokratischer Werte auseinander.
In Workshops mit der Anne-Frank-Stiftung, der Bildungsinitiative Ferhat Unvar und dem Besuch der jüdischen Gemeinde Hanau wurde deutlich, wie wichtig es ist, dass man tolerant aufeinander zugeht und sich bewusst mit den Lebensrealitäten verschiedener Menschen auseinandersetzt. Dieses Bewusstsein wurde auch durch Besuche von Gedenkstätten, Museen und dem Kinotag des Diakonisches Werkes Hanau deutlich.
Gerade in einer vielfältigen Schulgemeinschaft wurde deutlich, wie wichtig Offenheit, gegenseitiger Respekt und die Bereitschaft zum Dialog sind. Die Projektwoche bot zahlreiche Gelegenheiten, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und sich aktiv mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinanderzusetzen.
Berufsorientierung und Zukunftsperspektiven
Für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 und 12 stand die Berufs- und Studienorientierung im Mittelpunkt. Ziel war es, Einblicke in verschiedene Berufsfelder zu gewinnen und wichtige Impulse für die eigene Zukunftsplanung zu erhalten.
Die neunten Klassen besuchten unter anderem den Berufsinfotag der Stadt Hanau und nahmen an Workshops zur Erstellung von Bewerbungsvideos teil. Darüber hinaus erhielten sie bei Betriebsbesichtigungen im St.-Vinzenz-Krankenhaus spannende Einblicke in unterschiedliche Berufsbilder des Gesundheitswesens.
Auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 nutzten die Projektwoche, um sich intensiv mit ihren beruflichen und akademischen Perspektiven auseinanderzusetzen. Fragen zur Studien- und Berufswahl, zu Bewerbungsverfahren und zu den Anforderungen der Arbeitswelt standen dabei im Mittelpunkt.
Die Jahrgangsstufe 11 befand sich währenddessen im Sozialpraktikum. In Kindergärten, Schulen, sozialen Einrichtungen, Pflegeeinrichtungen und weiteren Institutionen sammelten die Jugendlichen wertvolle praktische Erfahrungen. Sie übernahmen Verantwortung, lernten neue Arbeitsbereiche kennen und erhielten Einblicke in gesellschaftlich wichtige Berufsfelder. Viele Schülerinnen und Schüler berichteten von eindrucksvollen Begegnungen und Erfahrungen, die ihnen neue Perspektiven eröffneten.
Gemeinsam aktiv – Sport verbindet
Sport und Gemeinschaft standen bei den zehnten Klassen im Mittelpunkt. Beim Besuch des Sportcenters in Maintal konnten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Sportarten wie Badminton, Squash und Tischtennis ausprobieren. Ein weiterer Projekttag führte sie an das Mainufer, wo gemeinsam Outdoor-Spiele gespielt, gepicknickt und die Klassengemeinschaft gestärkt wurde. Den sportlichen Abschluss bildete ein Ausflug zum Adventure-Minigolf nach Alzenau.
Die gemeinsame Bewegung, das gegenseitige Anfeuern und das Erleben sportlicher Herausforderungen sorgten für viele schöne Momente und stärkten den Zusammenhalt innerhalb der Jahrgangsstufe.
Kreativität, Kinderrechte und Riesendrachen
Ein ganz besonderes Highlight entstand in Zusammenarbeit mit der Kathinka-Platzhoff-Stiftung im Projekt „Gemeinsam Klasse sein – Drachen gestalten“.
Am ersten Projekttag beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler zunächst mit dem Thema Kinderrechte. Anschließend erfuhren sie, welche physikalischen Kräfte dafür sorgen, dass Drachen fliegen können, und gestalteten eigene kleine Drachen, die sie mit nach Hause nehmen durften.
Am zweiten Tag wurde dann in großen Dimensionen gearbeitet: Gemeinsam entstanden zwei beeindruckende Riesendrachen mit einer Größe von acht Metern Länge und eineinhalb Metern Höhe. Als Motive wählten die Kinder die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 sowie die bevorstehenden Sommerferien. Mit viel Kreativität, Teamarbeit und Begeisterung entstanden farbenfrohe Kunstwerke, die bereits jetzt Vorfreude auf den nächsten Höhepunkt wecken: Beim Drachenfest am 13. September sollen die Riesendrachen gemeinsam in den Himmel steigen.
Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Die Projektwoche 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, wie vielfältig Lernen an der Otto-Hahn-Schule sein kann. Ob beim Aufbau neuer Klassengemeinschaften, beim Forschen in der Natur, bei der Auseinandersetzung mit Gesundheit und Nachhaltigkeit, beim Nachdenken über Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung oder bei der Vorbereitung auf die eigene Zukunft – überall standen aktive Erfahrungen, gemeinsames Lernen und persönliches Wachstum im Mittelpunkt.
Ein herzlicher Dank gilt allen Lehrkräften, den zahlreichen außerschulischen Partnern, Vereinen, Institutionen und Stiftungen sowie allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diese abwechslungsreichen und inspirierenden Projekttage ermöglicht haben.
Die Projektwoche 2026 wird vielen Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben – als Zeit voller neuer Erfahrungen, spannender Begegnungen und gemeinsamer Erlebnisse an der Otto-Hahn-Schule.








