Peter Schwabe, der Vorsitzende des Begegnungszentrums leitete die Veranstaltung. Neben allgemeinen Informationen über das Begegnungszentrum Hanau und dessen Beratungsangebote lag der Fokus auf den Gefahren des Glücksspiels und den Wegen aus der Abhängigkeit. Ein zentrales Element war der authentische Bericht eines ehemaligen Spielsüchtigen, der eindrucksvoll schilderte, wie er in die Sucht geriet. Er beschrieb, wie ihn das Glücksspiel zunächst faszinierte, wie er nach und nach in eine Abwärtsspirale geriet und letztlich mit den verheerenden Konsequenzen kämpfen musste, die sein Leben bestimmten – hohe Schulden, den Verlust seines sozialen Umfelds, das Zerbrechen seiner Familie und das Gefühl, völlig die Kontrolle über sein eigenes Leben verloren zu haben.
Ein wichtiger Aspekt war die Frage, wie man der Glücksspielsucht entkommen kann. Es wurden verschiedene Hilfsangebote und Strategien zur Bewältigung der Abhängigkeit vorgestellt. Dabei wurde deutlich, dass der Weg aus der Sucht oft lang und herausfordernd ist – und dass auch trockene Spieler weiterhin gefährdet bleiben. Besonders nachdenklich stimmte die Erkenntnis, dass sich durch die Überwindung der Sucht die Wahrnehmung der Umwelt verändert.
So fiel dem Referenten nach seiner Therapie erstmals bewusst auf, wie viele Sportwetten-Anbieter es in Hanau gibt.
Die Schüler zeigten sich beeindruckt von der Offenheit und Ehrlichkeit des Referenten. Die Veranstaltung bot wertvolle Einblicke in die Gefahren des Glücksspiels und sensibilisierte dafür, wie schnell aus harmlosen Einsätzen eine zerstörerische Abhängigkeit entstehen kann – und dass es immer Wege aus der Sucht gibt. Wir bedanken uns bei Herrn Schwabe und seinem Team sowie dem Begegnungszentrum Hanau für die wertvolle Unterstützung und freuen uns darauf, dieses Projekt auch in den kommenden Jahren fortzuführen.








