Die gymnasiale Oberstufe

Die gymnasiale Oberstufe zielt auf die Vermittlung einer breiten, vertieften Allgemeinbildung. In den drei Jahren der Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler auf einen erfolgreichen Abschluss der gymnasialen Ausbildung vorbereitet und erwerben die Kompetenzen, die sie nach dem Abitur in Studium oder Berufsausbildung benötigen. Hierbei ist es ein zentrales Anliegen die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, aktiv und konstruktiv die Gesellschaft mitzu-gestalten.

 

Unterricht im Kurssystem

In der einjährigen Einführungsphase (E1/E2) werden die Schülerinnen und Schüler bereits in einem Kurssystem aus Orientierungs- und Grundkursen unter-richtet, um sie angemessen auf die Qualifi-kationsphase vorzubereiten. Die zwei-jährige Qualifikationsphase (Q1–Q4) umfasst die letzten beiden Jahr-gangsstufen vor der Abiturprüfung. Der Unterricht findet in Grund- und Leistungs-kursen statt und ermöglicht durch die Wahl der Leistungskurse in Verbindung mit den gewünschten Prüfungsfächern eine individuelle Schwerpunktbildung des Einzelnen.

 

Fachwahlen und Schwerpunktsetzungen

Wir bieten ein breit gefächertes Angebot an Grund- und Leistungskursen, das dem allgemeinbildenden Charakter des Abiturs entspricht. Gleichwohl bieten wir in den schulischen Schwerpunktbereichen MINT (Naturwissenschaften) und Europa (Fremdsprachen, Politik) eine Vielzahl zusätzlicher Lernangebote und Projekte an. Beispielhaft zu nennen sind das Angebot von bilingualem Unterricht im Fach Geschichte bis zum Abitur oder das breite Leistungskursangebot in den Natur-wissenschaften und Informatik.

 

Beratung und Betreuung

Die Tutorinnen und Tutoren übernehmen eine besondere Rolle für die Schülerinnen und Schüler: Sie begleiten sie auf ihrem Weg durch die gymnasiale Oberstufe  von der Einführungsphase bis zum Abitur und erhalten dazu eine zusätzliche Unter-richtsstunde. Sie unterstützen die Schüle-rinnen und Schüler in ihrer Entwicklung, betreuen sie im Prozess der Anpassung an das Leistungsniveau sowie bei der Orien-tierung in der Oberstufe und beraten  sie intensiv bei Beleg- und Einbring-verpflichtungen für die Allgemeine Hoch-schulreife. Die Tutorinnen und Tutoren planen und gestalten zusammen mit ihrer Tutandengruppe die gemeinsame Studien-fahrt, sie unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei Veranstaltungen und setzen wesentliche Aspekte überfachlicher Bildung inhaltlich und organisatorisch um.

 

Überfachlicher Anspruch und Persönlich-keitsbildung

Ein hohes Ziel der schulischen Arbeit in der gymnasialen Oberstufe ist die Erziehung zu Verantwortungsübernahme und Eigen-initiative. So gilt es die Schülerinnen und Schüler auf ein Studium und auf das Leben und Arbeiten in einer zunehmend internationalisierten Welt vorzubereiten:

1. Die Schülerinnen und Schüler erproben ihre Fähigkeiten und ihr persönliches Potenzial in den von ihnen gewählten Grund- und Leistungskursen. Der Unter-richt vermittelt einen beträchtlichen Theorieanteil und soll zu einem vertieften Durchdringen komplexer Sachverhalte befähigen.

2. Die Schülerinnen und Schüler organi-sieren ihre Lern- und Arbeitsprozesse zunehmend selbstständig, sie dokumen-tieren diese Prozesse.

3. Die Schülerinnen und Schüler festigen und erweitern ihre erworbenen Arbeits-methoden. Sie erlernen Methoden wissen-schaftspropädeutischen Arbeitens. Dazu führen wir ein Präsentationstraining durch, das in den Tutorenstunden der Einführungsphase durchgeführt wird.

 

Berufs- und Studienberatung

Zusätzlich zu der stetigen Beratung durch die Tutorinnen und Tutoren organisieren Fachlehrer Informations- und Beratungs-angebote zu Studiengängen und Berufs-ausbildungen in Zusammenarbeit mit Universitäten und Fachhochschulen. Ebenso führen sie Trainings für Bewerbungen und Bewerbungsgespräche durch, um ein hohes Maß an beruflicher Orientierung unserer Schülerinnen und Schüler zu erreichen. Ein beauftragter Koordinator bzw. eine Koordinatorin für die Berufs- und Studienorientierung entwickelt das schulische Beratungs-konzept stetig weiter und sichert die organisatorische Umsetzung zusätzlich ab.

Darüber hinaus absolvieren die Schüle-rinnen und Schüler in der E-Phase ein zweiwöchiges Sozialpraktikum. Das soziale Bewusstsein und das soziale Engagement ist Bestandteil des ganzheitlichen Bildungsanspruches der Otto-Hahn-Schule.